WIE FUNKTIONIERT DIE REINIGUNG MIT TROCKENEIS?

Das Trockeneisstrahlen gehört zu den druckluftstrahltechnischen Verfahren und ermöglicht eine effiziente, schonende und rückstandsfreie Reinigung unterschiedlichster Oberflächen. Dabei werden 3 mm große, formgepresste Trockeneispellets eingesetzt, die über einen Füllschacht und eine Dosierscheibe in eine Trockeneisstrahlmaschine eingebracht werden.

Mithilfe von Druckluft bis zu 16 bar und einer erforderlichen Luftmenge von bis zu 5.000 m3 werden die Pellets in einem speziellen Strahlschlauch je nach Anforderung und Dosierung beschleunigt. Beim Auftreffen der Trockeneispellets auf die zu reinigende Oberfläche sublimiert das feste Kohlendioxid unmittelbar in den gasförmigen Zustand.

Der dabei entstehende Temperaturschock führt zu einer Versprödung und Ablösung von Verschmutzungen, Beschichtungen oder Rückständen, ohne die darunterliegende Grundoberfläche zu beschädigen. Die Reinigungswirkung basiert dabei auf einer Kombination aus thermischem Effekt, kinetischer Energie und Volumenvergrößerung durch Sublimation.

Die Reinigung mit Trockeneis weist lediglich auf weichen Materialien wie beispielsweise Holz einen minimalen abrasiven Effekt auf und ist daher besonders für empfindliche, strukturierte oder sensible Oberflächen geeignet. Darüber hinaus entstehen beim Trockeneisstrahlen keine Rückstände, keine Feuchtigkeit und kein Strahlmittelabfall, da die Trockeneispartikel vollständig gasförmig verdampfen.

Dadurch eignet sich das Verfahren ideal für den Einsatz in sensiblen Produktionsbereichen, bei laufenden Anlagen sowie in der Industrie-, Lebensmittel- und Elektrotechnik, wo eine trockene, saubere und umweltfreundliche Reinigung erforderlich ist.